Ein paar Gedanken zum Buchmarkt

Ein paar Gedanken zum Buchmarkt

Ein paar Gedanken zum Buchmarkt

Mooorrrr, jetzt kommt die Kirchner auch noch und lamentiert darüber, wie man den Buchmarkt verbessern könnte, nachdem sich deshalb ohnehin schon wieder die gesamte Branche gegenseitig wie die Geier an die Hälse geht. (Joah, was soll ich da sagen …?) Kann man es nicht einfach mal gut sein lassen? (Nope!) Fakt ist, ich hab keine Lösung. Obwohl ich Autorin und gelernte Buchhändlerin bin, weiß ich es ganz sicher nicht besser. Einen tatsächlichen Ausweg hat meiner bescheidenen Meinung nach nämlich aktuell (noch) niemand von uns, auch nicht diejenigen, die sich allein in ihrem Kämmerchen verkriechen und vorwurfsvolle Briefe schreiben oder Antworten

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Mein Held, der Antiheld

Mein Held, der Antiheld

„Ich suche Bücher, bei denen ein Antiheld oder Böser die Hauptfigur ist. In Richtung Joker, Voldemort und Breaking Bad Protas. Könnt ihr mir da helfen?“ Hm, denke ich, hm. Ich erinnere mich an meinen Deutsch-LK, an die unzähligen Stunden Literatur-Unterricht während der Buchhändler-Ausbildung, an das Wort Antiheld. Und dann fällt die Entscheidung: Ich sollte mal über Antihelden bloggen. Gesagt, getan. Damit ich dabei nicht ganz ins Blaue hinein schreibe, hab ich mir im Voraus mal die offizielle Definition des Begriffes Antiheld durchgelesen. Tatsächlich, da stand etwas, das mich nicht sonderlich überrascht hat. Tatenlos sei er, lethargisch, passiv. Keine sinnvolle Aktion

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Leigh Bardugo – Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo – Das Lied der Krähen

Es gibt Bücher, da wünscht man sich als Autor, man hätte sie selbst geschrieben. Weil sie gut sind, richtig gut. Weil sich jedes Wort an einer empfindlichen Stelle deines Kopfes festsetzt und dort eine klitzekleine Narbe hinterlässt, bis sich schließlich ein Bild ergibt. Leigh Bardugo hat mit Das Lied der Krähen (im Original Six of Crows), dem ersten Teil einer High-Fantasy-Dilogie, genau so einen Titel vorgelegt. Abgesehen davon, dass die Story sich mehr als sehen lassen kann, sind die Figuren einfach fantastisch gelungen. Jeder der Charaktere ist einzigartig, hat eigene Antriebe, Fehler, seine eigene Geschichte und … Seht ihr? Ich

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Die Sache mit dem Leseexemplar

Die Sache mit dem Leseexemplar

Vielleicht ist dem ein oder anderen von euch schon aufgefallen, dass im Herbst mein neues Buch Viel näher als zu nah erscheint. Also quasi jetzt. Oder vielmehr bald, denn noch ist es nicht soweit. Nur wer sich zum Kreis der Buchhändler oder Blogger zählen darf, der konnte vorab schon einen Blick hineinwerfen. Das Zauberwort heißt in dem Fall Leseexemplar. Das sind Bücher, die der Verlag kostenfrei zur Verfügung stellt, um Aufmerksamkeit zu generieren. Geschenke. Werbung. Häufig werden sie sogar früher ausgeliefert als die Autorenexemplare. Ich warte immer noch auf mein Paket, während manch einer auf Instagram schon fleißig schöne Bilder

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Tamara Bach – Vierzehn (#djlp17)

Tamara Bach – Vierzehn (#djlp17)

Auf Tamara Bach bin schon vor vielen Jahren aufmerksam geworden. Mit ihrem Roman Marsmädchen hat sie mich damals schwer beeindruckt, Busfahrt mit Kuhn stand dem in (fast) nichts nach. Doch anschließend ist es ein wenig ruhig um uns beide geworden, ich hatte die Autorin irgendwie aus den Augen verloren. Bis sie schließlich im März 2017 mit ihrem neuen Büchlein Vierzehn auf die Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis und damit zurück auf mein Radar gewandert ist. Zum Glück! Um was geht’s? Tja, um was geht’s. Gute Frage. Um ein Mädchen, das von allen Beh genannt wird. Auf der letzten Seite erfährt man

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David Melling – Fragen und Antworten

David Melling – Fragen und Antworten

Wer mich kennt, weiß über meine Liebe zu Großbritannien. Und über meine ebenso große Liebe zu wunderschön illustrierten Bilderbüchern. Nun ist David Melling ja Brite und obendrein ein begnadeter Illustrator, falls euch das bisher entgangen sein sollte, da liegt die Vermutung also nahe, dass mir sein Werk in den letzten Jahren irgendwie ans Herz gewachsen sein könnte. Und genau das ist tatsächlich der Fall. Nicht nur ziert seine Bilderbuch-Figur „Hugless Douglas“ (zu Deutsch „Paulchen“) eine Kinderzimmerwand meines Prinzen, auch finden sich im Regal daneben alle Paulchen-Bücher schön nach Erscheinungsdatum aufgereiht. Manche habe ich doppelt (englische und deutsche Ausgabe), manche sogar

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Aaron Blabey – Böse Jungs (#djlp17)

Aaron Blabey – Böse Jungs (#djlp17)

Ehrlich gesagt habe ich mir vorher gar keine Gedanken darüber gemacht, was für ein Buch Aaron Blabey mit Böse Jungs vorgelegt haben könnte. Da es in der Kategorie Bilderbuch beim Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 nominiert ist, dachte ich eben an genau das, ein klassisches Bilderbuch. Großformatig, viele Illustrationen, wenig Text. Tja, falsch gedacht. Denn als ich das Buch dann endlich in Händen hielt, erinnerte es mehr an ein Kinderbuch. Kleines, gebundenes Format, witzige Aufmachung. Im Inneren dagegen dann der Bruch. Im Grunde haben wir es hier also mit einem gebundenen Comic zu tun. Aber eins nach dem anderen. Um was geht’s?

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Simon van der Geest – Krasshüpfer (#djlp17)

Simon van der Geest – Krasshüpfer (#djlp17)

Allein der Titel hat es schon in sich: Krasshüpfer. Keine Sekunde hat es gedauert, da war ich bereits davon überzeugt, dieses Buch lesen zu müssen. Und das nicht nur, weil es als eines von sechs Büchern in der Sparte Kinderbuch beim diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert ist. Wenn ein Autor wie Simon van der Geest einen neuen Titel vorlegt, kann man ihn beruhigt zur Hand nehmen. Und wenn ihn Mirjam Pressler übersetzt hat, umso mehr. Dachte ich. Denke ich immer noch. Also … Oder? Um was geht’s? Ach, fangen wir doch von vorne an. Am besten bei den Heuschrecken. Um die

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Que Du Luu – Im Jahr des Affen (#djlp17)

Que Du Luu – Im Jahr des Affen (#djlp17)

Im Jahr des Affen ist ein leiser Roman. Que Du Luu erzählt die Geschichte ihrer Protagonistin Minh Thi Tu ohne viel Aufhebens, ohne große, schwere Worte. Wer Kitsch sucht, ist hier fehl am Platz. Stattdessen verlässt sich die Autorin auf einfache Begriffe, auf kurze, prägnante Sätze, und leitet die Aufmerksamkeit des Lesers damit genau dorthin, wo sie sie haben will. Um was geht’s? Minh Thi – von ihren deutschen Freundinnen kurz Mini genannt – lebt mit ihrem Vater in einer heruntergekommenen Wohnung am Rande von Herford, Nordrhein-Westfalen. Das China-Restaurant der Familie läuft mehr schlecht als recht, aber das will keiner

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Kontakt

Sie möchten … … eine wichtige Frage zu einem meiner Bücher stellen, etwas über das Schreiben herausfinden oder einfach mal Hallo sagen? Am besten funktioniert das über kontakt@angelakirchner.de … gerne eine Veranstaltung buchen? Schön! Kontaktieren Sie mich unter lesung@angelakirchner.de   Ich freue mich über jede E-Mail und beantworte sie auch möglichst zeitnah. Manchmal kann es allerdings etwas dauern, bis eine Antwort getippt ist, denn das Schreiben von Büchern liegt mir mehr als das Schreiben von E-Mails.

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