Ein Königskind, das Herzen öffnet – Emma Mills „Jane und Miss Tennyson“

Ein Königskind, das Herzen öffnet – Emma Mills „Jane und Miss Tennyson“

Ein Königskind, das Herzen öffnet – Emma Mills „Jane und Miss Tennyson“

Was muss ein wahres Königskind eigentlich können? Einfangen, begeistern, unterhalten, vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Gerne auch darüber hinaus. Dass „Jane und Miss Tennyson“ von Emma Mills so ein Buch sein könnte, das hat es bereits verraten, als ich es von seinem Schutzumschlag befreit habe.

Großartige Story in wunderschöner Aufmachung!

Was für eine Schätzchen, dieses Buch! Deshalb liebe ich die Ausgaben vom Königskinder Verlag, sie sind schon von außen oft eine Augenweide. Ja, die Cover sind wie immer Geschmackssache, und scheinbar treffen sie auf weniger Begeisterung, als ihnen zusteht. Aber der Gesamteindruck zählt, und mir gefällts! (Lesebändchen! Ein Lesebändchen, Leute!)

Ganz kurz zum Inhalt – der mich im Übrigen ebenso überzeugen konnte:

„Devon würde eigentlich nichts an ihrem Leben ändern. Sie ist zufrieden damit, heimlich in ihren besten Freund verliebt zu sein und die Zukunft zu ignorieren. Aber das Leben macht nicht mit. Erst zieht ihr Cousin Foster, ein unverbesserlicher Sonderling mit einem überraschenden Talent für Football, bei ihnen ein. Dann taucht der unausstehliche, überhebliche und unerträglich attraktive Ezra auf. Devon hätte nie erwartet, dass Foster der Bruder wird, den sie nie haben wollte; oder dass Ezra ihre Lieblingsschriftstellerin Jane Austen liest, selbst wenn er Stolz und Vorurteil zunächst für die Fortsetzung von Verstand und Gefühl gehalten hat.“ (Quelle: Verlag)

Die Story entwickelt sich ganz zart und leicht, es macht zu jeder Sekunde Spaß, sich damit zu beschäftigen. Versprochen!

Aber das Königskind kann noch mehr

Es gibt wenige Bücher, bei denen ich auf Post-its zurückgreife, und „Jane und Miss Tennyson“ ist eins davon. So viele wundervolle Zitate, die man sich am liebsten irgendwo tätowieren lassen möchte! Dabei ist die Sprache gar nicht anstrengend, wie es bei anderen Königskinder-Büchern manchmal der Fall ist, man kann es also richtig gemütlich wegschmökern. Beispiel gefällig?

Er lächelte leicht, als er den Blick wieder der Zeitung zuwandte. „Und was ist mit dem ‚unzugänglich‘? Klingt irgendwie, als wäre ich eine abgelegene Toilette.“

Ist das schön, oder ist das schön?!

Mit das Beste an diesem Buch ist allerdings die Figurenentwicklung. Devon mausert sich von einem gelangweilten Teenie zu einer jungen Dame, die für andere einsteht und auch über ihren Schatten springt.
Cousin Foster – der übrigens ganz schön gebeutelt wurde in seinen 14 Jahren – wird von einer Nervbratze zu einem jungen Kerl, dem man mit großen Augen gern bei seinen Seltsamkeiten zusieht.
Und Ezra Lynley? Mein Gott, der Kerl hat was! Ich mag es ja, wenn sich hinter einer glatten Schale etwas verbirgt, das kurz vor dem Zerbrechen ist. Und Ezra ist so jemand. Mehr möchte ich gar nicht verraten. Obwohl, doch, eins noch:

„Überhaupt nicht arschig. Das ist genial. Ich glaube, das schreibe ich in meinen Lebenslauf.“

Ich habe knapp eine Woche gebraucht, um über Ezra hinwegzukommen und mich auf ein neues Buch konzentrieren zu können. Nur mal so nebenbei erwähnt …

Alles in allem kann ich nur sagen: Lest. Dieses. Buch.

Hier könnt ihr es kaufen!

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2 Kommentare auf "Ein Königskind, das Herzen öffnet – Emma Mills „Jane und Miss Tennyson“"

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Shanty
Gast

Tja, was soll ich sagen? Wie wäre es mit: „So isset!“ oder „Scheiße, war das geil!“ Am liebsten würde ich aber einfach jeden deiner Sätze unterstreichen oder anmarkern. Mir gings ganz genau so. Schön zusammengefasst, mon Cherie.

PS: Ich bin kein Roboter. Oder doch?

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