Kill your darlings – oder hau den Lucas!

Kill your darlings – oder hau den Lucas!

Kill your darlings – oder hau den Lucas!

Ich dachte nicht, dass das mal jemand zu mir sagen würde: Kill your darlings. Hat sie aber gestern getan, meine Lektorin. Zwar nicht genau in diesem Wortlaut, aber ich habe sie schon verstanden. Und – verflucht! – ich muss zugeben, sie hat mich eiskalt erwischt. Eine lange Reise und viele Erkenntnisse Ich war nämlich gestern in Hamburg, um dort persönlich mit meiner zauberhaften Lektorin Anna über meinen nächsten Jugendroman (mit dem Arbeitstitel Wingmen) zu sprechen. Mann, war das aufregend! Ich liebe Zugfahren, nicht zuletzt, weil man dabei lesen, lernen und ungehemmt Menschen beobachten kann. Erst recht, wenn der Zug aufgrund

Continue Reading

Stephen King lesen – von einem der Besten lernen

Stephen King lesen – von einem der Besten lernen

Ich weiß nicht, ob ihr es wusstet, aber Stephen King ist eine echt coole Socke. Als ich jünger war – mein Gott, wie lange ist das her? Fünfzehn Jahre? -, habe ich viele seiner Romane wie Dosenravioli verschlungen. Angefangen bei den Tommyknockers über The Shining bis hin zu den Kurzgeschichten in Nachtschicht. Eine Geschichte, die mich besonders beeindruckt hat, war Needful Things. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, was genau darin passiert ist, ich weiß nur noch, welche Stimmung Stephen King damit hervorrufen konnte und wie großartig die verschiedenen Figuren gezeichnet waren. Zweimal kurz hintereinander habe ich sie gelesen

Continue Reading

Ein Königskind, das Herzen öffnet – Emma Mills „Jane und Miss Tennyson“

Ein Königskind, das Herzen öffnet – Emma Mills „Jane und Miss Tennyson“

Was muss ein wahres Königskind eigentlich können? Einfangen, begeistern, unterhalten, vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Gerne auch darüber hinaus. Dass „Jane und Miss Tennyson“ von Emma Mills so ein Buch sein könnte, das hat es bereits verraten, als ich es von seinem Schutzumschlag befreit habe. Großartige Story in wunderschöner Aufmachung! Was für eine Schätzchen, dieses Buch! Deshalb liebe ich die Ausgaben vom Königskinder Verlag, sie sind schon von außen oft eine Augenweide. Ja, die Cover sind wie immer Geschmackssache, und scheinbar treffen sie auf weniger Begeisterung, als ihnen zusteht. Aber der Gesamteindruck zählt, und mir gefällts! (Lesebändchen! Ein Lesebändchen,

Continue Reading

Vom Mut, Mut zu haben

Vom Mut, Mut zu haben

Leute, ich kann euch sagen, Mut ist echt anstrengend. Für mich jedenfalls. Klar gibt es Menschen, die morgens bereits todesmutig aus dem Bett springen und sich gleich mit Gebrüll den nächsten Bären vorknöpfen – noch vor dem Frühstück! Aber zu denen gehöre ich nicht. Für mich ist es Arbeit, mutig zu sein. Apropos Arbeit … Wenn wir schon dabei sind, kann ich auch gleich die Katze aus dem Sack lassen: Ich habe gekündigt. 2004 habe ich nach langer Suche endlich einen Beruf gefunden, der mich vollkommen erfüllen und bei dem ich obendrein einem meiner Hobbys – dem Lesen – frönen

Continue Reading

Wie großartig Schreiben ist – und mehr

Wisst ihr, wie großartig Schreiben ist? In meinem letzten Post habe ich ja erwähnt, dass ich aktuell am zweiten Buch sitze und es kaum erwarten kann, bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf zu deuten und zu jubeln: MEINS! Aber so weit bin ich noch lange nicht. Gut? Schlecht? Hmm … Lasst es mich so sagen: Es ist verdammt anstrengend. Klar, soll es auch sein. Ich bin nämlich der Meinung, dass man einem Text ruhig anmerken darf, wie viel Arbeit drinsteckt. Man soll die Geschichte zwar ohne Probleme lesen können, ich will meinen Lesern und mir jedoch die hochgezogenen Augenbrauen ersparen,

Continue Reading

„Ich schreibe“, sprach sie, und schrieb

Kaum startet die Homepage groß angekündigt, füllt sich mit Teasern, Tipps und blabla, schon wird es wieder etwas ruhiger darum. Aber, meine lieben Lesenden, ich habe für mein digitales Schweigen die perfekteste Ausrede aller jemals erfundenen Ausreden auf Lager: Ich schreibe. Das ist, nebenbei bemerkt, gar keine Ausrede! Ich schreibe natürlich immer irgendwie, und wenn es nur Einkaufszettel sind. Nebenher texte ich. Ich nehme mit Worten Klettertürme auseinander, Babykostwärmer und anderes Zeugs, und baue sie wieder zusammen, so sie es denn verdient haben. Ich schreibe euch ja gerade auch hier, öfter auf Facebook oder auf Twitter. Allerdings rede ich jetzt

Continue Reading

Das größte Vorbild (unter 19 anderen großartigen Autoren)

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich John Green abgöttisch liebe? Nein, nein, nicht so! Eher anders. Anders im Sinne von … Hm, wie erkläre ich das? Man könnte auch sagen, ich wäre gern John Green. Obwohl, nein, das stimmt noch viel weniger. Dann müsste ich meine coole Boss Orange Brille gegen seine eintauschen, in meiner Freizeit Autorennen fahren und hätte plötzlich einen Bart – und ein Wissen so groß wie meine gesamtes Geo Themelexikon und einen Kontostand mit mindestens fünf Ziffern vor dem Komma. Was sich in meinem Kopf ehrlich gesagt ziemlich gut anhört. Aber nein, trotzdem nicht. Ha!

Continue Reading

Urlaub oder die Welt des Müßiggangs

Ich habe Urlaub gemacht. Ja, tatsächlich! Ganze zwei Tage lang habe ich keine Taste auf meinem Keyboard gedrückt, habe (fast) keinen Gedanken an meine Figuren verschwendet und mich einfach mal treiben lassen. Und dabei fiel mir auf, dass ich das viel zu selten tue. Vor Kurzem habe ich erst in einer Lektion meines Schreiblehrgangs darüber gelesen, dass kein Autor ohne Müßiggang seinem Tagwerk nachgehen kann. Woher sollte er denn auch sonst seine Ideen nehmen, wenn er stets nur am Schreibtisch sitzt und die Welt nicht nach ihren Geschichten abklappert? Woher die Figuren, die Hintergründe, die Schauplätze? Georges Simenon zum Beispiel,

Continue Reading

So böse, und doch so herzerweichend

Ich liebe Johannes Cabal. Kennt ihr diesen schnöden, frech dreisten Totenbeschwörer aus der Feder von Jonathan L. Howard? Nein? Dann findet ihr hier schon einmal eine Übersicht über die aktuelle lieferbaren Titel. Fühlt euch genötigt, euch mindestens eines davon zuzulegen und auch schleunigst zu lesen. Dann entgehen euch nämlich keine solch wunderschönen Satschätze wie dieser: Es war die müheloseste Beleidigung, die er jemals ausgesprochen hatte, und er fand sie hinreißend elegant. Ein Schnipsel aus dem dritten Band, dem „Institut für Angst und Schrecken“. Und allein durch diesen einen Satz bekomme ich schon wieder Lust darauf, Johannes Cabal bei einem weiteren

Continue Reading

Meinungsfreiheit vs Fakten

Einer meiner größten Fehler: Ich denke zu viel. Ich denke ständig darüber nach, was in der Vergangenheit geschehen ist, was aktuell geschieht, was morgen geschehen könnte … und meistens steht dabei mein Fremdbild im Mittelpunkt. Was denkt wohl Person XY, wenn ich das zur Abwechslung mal so mache, anstatt so? Was, wenn ich Person XY morgen sage, dass ich ihr Verhalten ziemlich doof oder anstrengend finde? Was, wenn jemand in Bezug auf eine aktuelle Diskussion anderer Meinung ist als ich? Und da wären wir schon beim Punkt: Meinungsfreiheit. Ich bin eine harte Verfechterin der Meinungsfreiheit und gestehe sie jedem zu.

Continue Reading