Ein kurzer Blick ins Arbeitszimmer

Hö? Was meint sie denn jetzt wieder mit “Ein kurzer Blick ins Arbeitszimmer”? Das fragt ihr euch gerade, stimmt’s? Ich mich auch, ehrlich gesagt.
Obwohl, nein. Natürlich weiß ich genau, was ich damit meine. Immerhin sitze ich hier und schreibe euch diesen Text.

Der Punkt ist folgender …

In letzter Zeit – genauer gesagt bereits seit Anfang 2018 – arbeite ich heimlich, still und leise an Dingen, deren Ergebnisse ihr wahrscheinlich frühestens in eineinhalb Jahren zu sehen bekommt (möglicherweise sogar später). Ich schreibe Plots für Comics und arbeite die Skripts aus, damit furchtbar begabte Menschen sie in Bilder umsetzen können. Ich schreibe an meinem nächsten Buch, was – wer hätte das gedacht?! – wieder länger dauert als ursprünglich angenommen (ob ich es jemals schaffe, meine eigenen, sehr ambitionierten Deadlines einzuhalten, steht in den Sternen). Außerdem sammle ich Ideen für weitere Geschichten, denke an ihnen herum, schreibe sie nieder. Manchmal verwerfe ich sie auch nach einiger Zeit wieder. Und ganz nebenbei bespiele ich ja auch noch meinen Brotjob, die Werbetexterei. Wahrhaft literarische Ergüsse halten sich dabei in Grenzen, deshalb breite ich darüber mal den Mantel des Schweigens aus. Es sei denn, ihr wollt unbedingt wissen, ob der Staubsauger Dyson Big Ball Allergy 2 besser ist als …

Schon gut, ich hör ja auf.

Jedenfalls dachte ich, während ihr natürlich regelmäßig in meinen ersten beiden Büchern abtaucht – hehe! –, lasse ich euch von Zeit zu Zeit wissen, an was ich aktuell arbeite. Ich gewähre euch also einen kurzen Blick ins Arbeitszimmer, wenn ihr so wollt. Vielleicht habt ihr ja Spaß daran, mir hin und wieder über die Schulter zu schauen und zu erfahren, was bei mir gerade zu passiert.

Also, was steht an?

  1. Vor kurzem habe ich vier weitere Plotvorschläge für Horse Club Comics abgegeben, und wenn der Lizenzgeber alles abnickt, werde ich bis Anfang Dezember noch ein Skript ausarbeiten. Das wird dann die Vorlage zu dem Comic, den ihr in der Ausgabe 1918 (erhältlich ab Ende Mai 2019) finden könnt.
  2. Wie bereits erwähnt arbeite ich ja aktuell noch an meinem dritten Buch. Weil ich mich diesmal an ein komplett anderes Genre gewagt habe, hatte ich anfangs ein paar Schwierigkeiten, mich in den Text einzufinden. Mittlerweile läuft es aber ganz gut – auch deshalb, weil meine Agentin mich wirklich tatkräftig dabei unterstützt und getriezt hat. Deshalb liege ich aktuell in den letzten Zügen für einen sogenannten Second Draft. Eine erste Version des Buches gibt es also bereits, aber die wird so nie jemand lesen. Ich hoffe, dass ich es noch im November schaffe, diese zweite Version zu beenden.
  3. Ich denke schon seit längerer Zeit auf einer Idee zu einem neuen Jugendbuch herum, die mich einfach nicht loslässt. Aber gerade weil das Thema so anziehend auf mich wirkt, will ich, dass die Geschichte außenrum etwas ganz Besonderes wird. Und glaubt mir, das ist bei der Fülle an Titeln, die jedes Jahr das Licht der Welt erblicken, gar nicht so einfach. Aus dem Grund trage ich die Idee stets in einem Eckchen meines Gehirns mit mir herum und freue mich jedes Mal, wenn sie ein (winziges) Stückchen wächst. Den Anstoß dazu hat übrigens ein Spaziergang durch den Wald gegeben, beziehungsweise das Gespräch, das ich währenddessen mit zwei wunderbaren Ladies führen durfte.
  4. Wer schreiben will, muss lesen. Wenn es einen Tipp gibt, den einem erfolgreiche Autoren immer wieder geben, ist es dieser. Und ich versuche mich dran zu halten. Momentan fühle ich mich sehr, sehr wohl mit Frank Berzbachs “Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“. Dieses Buch steckt so voller Lebensweisheiten, kleiner Mutmach-Episoden und Aufrüttlern, dass ich mir davon allerdings immer nur kleine Häppchen gönnen kann. Mehr auf einen Schlag zu verarbeiten, das schaffe ich nicht. Ehrlich gesagt lese ich das Buch gerade auch schon zum zweiten Mal und finde immer noch Neues … Ähem. Nebenher suchte ich mich durch  “Nemesis” von Brendan Reichs, einen bisher tatsächlich sehr gut konstruierten Jugendroman, für den man jedoch belastbare Nerven braucht.

 

Wie sieht es bei euch aus?

So, das war es erst mal von mir. Der Text ist mal wieder viel länger geworden, als ich es geplant habe. Seufz.
Vielleicht habt ihr ja Lust, mir in den Kommentaren zu schreiben, was ihr mit dem Rest eures Jahres (2018 ist bald schon wieder rum, Leute! Ich fasse es nicht …) so anfangen wollt. Denn wie sagt Brendon Burchard so schön? “There is still time!” Außerdem interessiert es mich natürlich zu wissen, ob ihr auch zukünftig noch den ein oder anderen Blick ins Arbeitszimmer werfen wollt.

 

Und immer dran denken: What about now?
Eure Angela

 

(Im Text wurden Links gesetzt, bei denen es sich um freiwillige Erwähnung handelt, nicht um bezahlte Werbung. Quelle Bild: https://pixabay.com/de/users/kaboompics-1013994/)

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Hallo liebe Angela, finde ich super, das Format des Backstage-Berichts 🙂 “Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen” liegt schon viel zu lange ungelesen bei mir rum – dein Post macht mich wieder sehr neugierig darauf! Das mit der Buchidee, die sich Stück für Stück formt, kenne ich nur zu gut. Ich habe selbst seit einer Weile so ein Herzensprojekt im Kopf, aber noch nicht ganz den richtigen Rahmen dafür zurechtgezuckelt (auch wenn ich in einem schwachen Moment schon mal eine erste Szene zu Word-Papier gebracht habe :D) – also, wie ich sie am besten erzähle und in welches Genre… Weiterlesen »